Tour zur Insel Poel

Wir entfliehen dem Altagstrott für ein paar Tage und fahren mit ODDO auf die Insel Poel.

Auf dieser Tour wird es unter Anderem auch um das Thema „Wintercamping“ gehen.
Da wir vorhaben, keine sanitären Anlagen etc. aufzusuchen, sondern alles im Womo „erledigen“ wollen, sammeln wir erste Erfahrungen bei Minusgraden.
Am Vortag der Abreise haben wir den Wassertank befüllt, nun sind wir gespannt, wie unser Grauwassertank, der ja isoliert und beheizt ist, das mitmacht.

Freitag – Anfahrt:

Wir starten am Nachmittag bei sonnigem, aber frostigem Wetter. Am Abend werden wir die Insel erreichen.
Mehr als 3 Grad sollen wir die nächsten Tage nicht bekommen. Warme Klamotten haben wir genug an Bord und auch für die innere Wärme haben wir mit einem ordentlichen Vorrat an Glühwein vorgesorgt.
Den ersten Halt machen wir am Ratzburger See, wo wir uns mit weiteren Womofahrern treffen. ODDO ist also nicht alleine unterwegs!
Da es schon etwas später ist und wir sehr wahrscheinlich erst ankommen, wenn es dunkel ist, entscheiden wir uns nicht über Land, sondern über die Autobahn zu fahren.
Gegen 18 Uhr fahren wir auf den Stellplatz am Leuchtturm. Es stehen nur weitere zwei Wohnmobile dort. Alles schön ruhig.
Wir lassen den Abend mit einer kräftigen Suppe und Glühwein ausklingen.

Samstag – Wandertag:

Als wir Samstag aus den Kojen kriechen, war es ein herrlich sonniger Tag.
Nach dem Frühstück machten machten wir uns auf, den Ort zu erkunden. Dass vor uns ein wirklich ausgiebiger Strandspaziergang lag, wussten wir noch nicht.
Bedingt durch die Jahreszeit war natürlich nicht viel los. Lediglich ein paar Souverniershops, der Bäcker und zwei Restaurants hatten geöffnet. Der Laden, wo man offensichtlich leckere fischbrötchen essen kann, hatte leider geschlossen. Das ist im Sommer bestimmt anders.

Am Hafen angekommen, genossen wir erstmal die ruhige See, die Sonne, die sich auf dem Wasser spiegelte und die kleinen Schiffe, die teilweise im Eis eingeschlossen vor sich hin dümpelten.

Weiter ging es über den Hundewanderweg Richtung Strand.
Der Strand ist unendlich lang, nicht unbedingt sehr sauber, aber zum Wandern sehr schön.
Wir merkten gar nicht, dass wir einfach immer weiter gegangen sind. Doch wir mussten diesen Weg ja auch wieder zurücklaufen. Und schon hat sich der kleine Spaziergang am Strand zu einem Wandertzunami entwickelt. Aber wir haben es überlebt!

Da wir nach unserem Spaziergang feststellen durften, dass die wenigen Restaurants, die hier geöffnet haben, spätestens um 17:00 Uhr schließen,
Wir begnügten uns also mit einem einfachen Abendbrot, beschlossen aber am nächsten Tag auf der Heimfahrt noch in Wismar anzuhalten und dort zu irgendwo einzukehren.

Sonntag – Rückreise:

Ein erster Blick aus dem Alkovenfenster sagte uns sofort… das schöne Wetter ist vorbei.

Und so war es dann auch. Bereits zum Frühstück fing es an ziemlich heftig zu schneien. Was für ein Bild.
Wir brachen gegen Mittag im Schneetreiben unsere Zelte ab und fuhren nach Wismar.

Auch Wismar erkundeten wir zu Fuß, bis uns der Hunger dann in das Schnitzelhus am Hafen trieb.
Nach einem reichhaltigem Essen fuhren  Richtung Heimat. Hinter uns ligt ein sehr schönes Wochenende!

Fazit:

Die Insel Poel ist ein kleines, ruhiges Örtchen… jedenfalls in der kälteren Jahreszeit.
leider haben hier die meisen Geschäfte und Restaurants nur bis zum späten Nachmittag geöffnet, so dass man am Abend nicht mehr viele Möglichkeiten hat, etwas zu unternehmen.
Ein Taxi in den nächsten Ort zu nehmen ist nicht zu empfehlen.
Laut Aussage der sehr freundlichen Dameam Stellplatz angrenzenden Souveniershop kommt ein Taxi aus Wismar und lässt sich An- und Abreise auch bezahlen. Das wird natürlich teuer.
Den Taxiservice der Insel gibt es nicht mehr.
Der Stellplatz am Leuchturm ist ruhig und sauber.
Die Kosten hielten sich mit 3 Euro für Strom an dem Wochenende, sowie 22 Euro Stellplatzgebühr im anständigen Rahmen. Die sanitären Anlagen (Container) sahen nicht sehr einladend aus. Wir haben sie nicht genutzt.
Im Winter ist nur Entsorgung möglich, Frischwasser ist wegen Frostgefahr abgestellt.
Schlimm fanden wir, dass es anscheinend Menschen gibt, die die K***beutel der Hunde in die Chemieentsorgung werfen. Das ist meiner Meinung nach ein NO GO!

Wintercamping:

Unser erstes Mal Wintercamping hat hervorragend funktioniert.
ODDO ist gut isoliert und sein Stromverbrauch scheint eher gering. Wir haben an dem Wochenende 4,5 Kw verbraucht. Das finden wir mehr als ok.
Das Abwasser ist in den Leitungen und Tanks nicht gefroren. Es scheint, als ob wir mit ODDO einen guten Fang gemacht haben.

Hier geht es zu unserem Stellplatzcheck!



Kategorien:Touren

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